
Paris - Große Kunst in kleinen Museen
8. - 10. April 2026
7 - 12 Teilnehmer
Ihre Mentorin: Prof. Dr. Eva-Bettina Krems
€ 2.120,-
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
Buchung
Während dieser außergewöhnlichen Reise liegt der Programmschwerpunkt nicht auf den gängigen Hauptsehenswürdigkeiten, sondern auf unbekannten Meisterwerken in Museen abseits der Touristenpfade.
Frau Prof. Krems führt uns durch das stimmungsvolle ehemaligen Wohn- und Atelierhaus von Gustave Moreau und durch die prachtvoll eingerichteten Stadtpalais Cognacq-Jay und Jacquemart-André, wo sie neben Möbeln, Porzellan und Skulpturen vor allem Gemälde von Mantegna, Rembrandt, Canaletto, Tiepolo, Chardin und Boucher erläutern wird.
Zusammen besucht werden weiter das Musée Picasso sowie die beiden Seerosen-Räume von Claude Monet im Musée de l'Orangerie.
Im Mittelpunkt der Reise stehen folgende Museen:
Musée Cognacq-Jay
Mitten im Marais-Viertel befindet sich das Hôtel de Donon, ein auf das 16. Jahrhundert zurückgehender Stadtpalast. Seit 1990 befindet sich hier das zuvor am Boulevard des Capucines beheimatete, von Ernest Cognacq, Gründer des Großkaufhauses La Samaritaine, und seiner Frau Marie-Louise Jaÿ gestiftete Museum.
In dieser mit viel Engagement zusammen getragenen Sammlung, die die gesellschaftliche Anerkennung des Selfmade-Unternehmers befördern sollte, liegt der Fokus auf dem 18. Jahrhundert: kostbare Möbel, Keramiken, Gemälde und Zeichnungen, u.a. von Boucher, Chardin und Hubert Robert.
Musée Gustave Moreau
Das von Moreau dem französischen Staat vermachte Künstler- und Atelierhaus zwischen Grands Boulevards und Montmartre vermittelt den Eindruck, als würde der Künstler im nächsten Moment über die imposante Wendeltreppe in sein Reich zurückkehren. Der Schüler von Théodore Chassériau und Lehrer von Henri Matisse war der Hauptvertreter der symbolistischen Malerei in Frankreich.
Im Museum werden Sie zusammen mit Frau Prof. Krems die in aufklappbaren Vorrichtungen verwahrten Zeichnungen Moreaus studieren, aber auch einige seiner stimmungsvollen, dicht an dicht hängenden Gemälde und Aquarelle: Prometheus, Jupiter und Semele und die durch Gustave Flaubert inspirierten Salome-Darstellungen.
Musée Jacquemart-André
Das 1912 dem Institut de France vermachte prachtvolle Anwesen am Boulevard Haussmann mit seinen großen Salons, dem ans Berliner Bode-Museum erinnernden Musée Italien und Wintergarten leitet seinen Namen ab von der Künstlerin Nélie Jacquemart und ihrem Mann, dem Bankier Edouard André.
Der Schwerpunkt der Sammlungen liegt auf der Kunst des 15. bis 18. Jahrhunderts. Neben Möbeln, Porzellan und Skulpturen sind besonders die Gemälde beeindruckend. Man begegnet Meisterwerken von Mantegna und Carpaccio über Canaletto und Giambattista Tiepolo (von letzterem Fresken u.a. im Treppenhaus und im schönen Café) bis zu Fragonard und David.
Músee Picasso
1985 im Hôtel Salé, einem barocken Stadtpalais im Marais, eröffnet, beherbergt das Museum über 300 Werke des Künstlers und Teile seiner privaten Gemäldesammlung (darunter Arbeiten von Cézanne, Matisse, Braque, Miró und Modigliani), die Picassos Erben zur Begleichung der Erbschaftssteuer dem französischen Staat geschenkt hatten. Es werden immer Teile des Bestandes gezeigt, zum Teil im Rahmen von Ausstellungen. Die Innenräume wurden von Diego Giacometti gestaltet.
Reiseprogramm
Freitag, 8. April
In Paris erwarten Sie Ihre Räume im ***** Hotel Régina am Tuileriengarten, in nächster Nähe zu Louvre, Fondation Cartier (seit 2026) und Palais Royal. Das zu Ehren von Königin Viktoria von England benannte Haus wurde 1900 anläßlich der Pariser Weltausstellung eröfnnet.
Nachmittags treffen Sie Frau Prof. Krems im Hotel und fahren sogleich zum Musée Jacquemart-André, wo wir uns vor dem Besuch im Museumscafé Le Nélie unter einem der dorthin übertragenen Tiepolo-Fresken aus der Villa Contarini stärken.
Am ersten Abend speisen wir nach einem Gang durch das Palais Royal und die Galerie Vivienne im Le Grand Colbert. Das seit 1910 bestehende Restaurant mit seinen hohen, im pompejanischen Stil ausgestatteten Räumen ist eine Pariser Institution.
Samstag, 9. April
Im Stadtviertel Marais, dessen elegante Adelssitze, darunter das Hôtel de Sully, in den 1960er Jahren durch behutsame Restaurierungen vor dem schleichenden Verfall gerettet wurden, schlendern wir, ausgehend von der Place de la Bastille, vorbei an Restaurants, Cafés, Lebensmittelgeschäften, Boutiquen und Galerien zur symmetrischen Place des Vosges. Der beeindruckende Platz wurde bereits Anfang des 17. Jahrhunderts angelegt unter König Heinrich IV., der den Franzosen ihr sonntägliches "Hühnchen im Topf" versprach und zum Katholizismus konvertiert war (das Zitat "Paris ist eine Messe wert" wird ihm ebenfalls zugeschrieben). Unterbrochen von kurzen Spaziergängen und einer Mittagspause erkunden wir an diesem Tag zusammen mit Frau Prof. Krems das Musée Cognac Jay und das Musée Picasso.
In der Brasserie Vaudeville lassen wir bei klassischer französischer Küche und Meeresfrüchten den Tag ausklingen.
Sonntag, 10. April
Heute Vormittag steht zunächst das Musée Gustave Moreau auf dem Programm.
Zum Abschluss statten wir Monets Seerosen im nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernten Musée de l'Orangerie im Tuileriengarten einen Besuch ab.
Wer noch Zet und Lust hat, kommt mit zu einem gemeinsamen Abschiedslunch.
Reisepreis € 2.120,-
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
Leistungen
- Reise in kleinem Kreis mit 7 - 12 Teilnehmern
- Kunsthistorische Reisebegleitung Prof. Dr. Eva-Bettina Krems
- 2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im ***** Hotel Regina am Tuileriengarten
- Diner im Restaurant Le Grand Colbert, mit Wein, Wasser, Kaffee
- Abendessen in der Brasserie Vaudeville, mit Wein, Wasser, Kaffee
- Kaffee und Kuchen unter dem Tiepolo-Deckenfresko im Café Le Nélie des Musée Jacquemart-André
- Alle gemeinsamen Eintritte / Reservierungen, Sondergenehmigungen
- Alle gemeinsamen Taxifahrten
- Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

Gerne arrangieren wir für Sie An- und Abreise und buchen Ihnen einen oder mehrere Verlängerungstage im Hotel.
Für die Einreise nach Frankreich benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen oder höchstens seit einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.
Bitte beachten Sie vor der Buchung die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu Frankreich, um sicher zu stellen, dass Sie mit allen Vorgaben einverstanden sind.

Wie anstrengend ist diese Reise?
Wir bemühen uns, Gehen, Stehen und Sitzen in einer guten Balance zu halten. Zwischen den einzelnen Besichtigungen wird es sowohl kurze Fahrten als auch mittellange Spaziergänge geben. Die Museumsbesuche erfordern, um die Kunst wirklich genießen zu können, ein besonderes Maß an Konzentrations- und Stehvermögen.
Buchung
Dr. Eva-Bettina Krems
Studium der Kunstgeschichte, Anglistik und Germanistik an den Universitäten Münster, Bonn und Würzburg. Dissertation über Raffaels römische Altarbilder (Universität Würz- burg), Habilitation zum Kulturtransfer in Europa im 17. und 18. Jahrhundert (Universität Marburg).
Lehre an den Universitäten Marburg und Münster: Bildende Kunst und Architektur 1400 - 2000. Stipendien- und Forschungsaufenthalte in Rom, Paris, Wien, Florenz, Brüssel, Turin und München.
Forschungs- und Publikationsschwerpunkte sind Renaissance und Barock in Italien und nördlich der Alpen. Besonderes Interesse gilt dabei dem Kulturtransfer in der Frühen Neuzeit, der höfischen Repräsentation, ihren Medien und Ritualen, der Porträtkultur und dem Verhältnis von Kunst und Musik.
Frau Prof. Krems lebt mit ihrer Familie in Münster.