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Turin - Piemonteser Kunst, Architektur und Tafelfreuden

NEU: mit der seit September 2018 wieder zugänglichen Cappella della Sacra Sindone und der im Mai 2019 eröffneten Villa Cerruti in Rivoli

 

2. - 5. April 2020

7 - 12 Teilnehmer

Ihre Mentorin: Dr. Elisabeth Wünsche-Werdehausen

Wer noch nie in Turin war, verbindet mit dem Namen der viertgrößten italienischen Stadt FIAT und Fußball, nicht aber Pariser Flair, gepaart mit südlicher Sonne. Vom 16. - 18. Jahrhundert ließen sich die Savoyer Ihre neue Residenzstadt am Po mit prachtvollen Straßenzügen, Plätzen, Palästen und Kirchen erbauen. Und auf dem Land errichteten die französischsprachigen Herzöge und Regentinnen so viele und so große Jagdschlösser wie kaum ein anderes Herrscherhaus. Dank seiner Lage und seiner engen Verbindungen mit Frankreich, Deutschland und dem päpstlichen Rom entwickelte sich Turin zum Schmelztiegel europäischer Barockkultur von ganz eigenem Charakter.

TurinCafe1Frau Dr. Wünsche-Werdehausen, ausgewiesene Expertin für Kunst und Architektur unter dem Patronat der Savoyer, führt Sie während dieser exklusiven Reise in der Altstadt und vor den Toren Turins durch reich mit Gemälden, Möbeln und Porzellan ausgestattete Paläste, Lust- und Jagdschlösser mit schönen Gärten und erläutert Ihnen die ebenso außergewöhnlichen, durch Mathematik und Theater bestimmten Kirchenbauten von Guarino Guarini und Filippo Juvarra. Von der Terrasse der Mole Antonelliana aus genießen Sie einen unvergesslichen Blick über die barocke, regelmäßig angelegte Stadt hinweg bis zu den französischen Alpen.

Daneben bleibt Zeit für einen Bummel durch die nur wenige Schritte von Ihrem luxuriösen Hotel gelegenen eleganten Einkaufsstraßen, den Besuch des Filmmuseums oder der Teststrecke auf dem Dach des FIAT-Werks Lingotto. Schließlich laden zahlreiche historische Cafés und Restaurants ein zu heisser Schokolade, Vermouth und Rotwein als Begleiter zu ebenso typischen süßen und salzigen Spezialitäten aus dem Piemont, wo sich das Beste aus Italiens und Frankreichs Küche vereint.

 

 

Reiseprogramm

 

Donnerstag, 2. April

Sie logieren im ***** Grand Hotel Sitea, dem ersten Haus am Platz. Es befindet sich in der historischen Altstadt, nur wenige Schritte von der imposanten Piazza San Carlo und der eleganten Flaniermeile Via Roma entfernt. Im sehr schön eingerichteten, einen begrünten Innenhof umschließenden Komplex befindet sich das hochbewertete Ristorante Carignano, mit internationaler und einheimischer Küche und großer Weinauswahl.

TurinPiazzaSanCarlo1

Frau Dr. Wünsche-Werdehausen begrüßt Sie in Ihrem Hotel und wir begeben uns auf einen ersten Rundgang durch das Zentrum Turins. Ihre Mentorin erläutert Ihnen dabei die Entwicklung der Stadt von der römischen Gründung über Mittelalter, Renaissance, Barock und 19. Jahrhundert bis heute. Erste Höhepunkte sind die Kirche- und Palastbauten von Guarino Guarini (1624 - 1683), dem ersten Protagonisten der Turiner Barockarchitektur. Frau Dr. Wünsche-Werdehausen erläutert Ihnen mehrere seiner extravaganten Bauten, darunter den Palazzo Carignano. Guarinis Cappella della Sacra Sindone im Dom ist nach langjähriger Restaurierung seit Oktober 2018 wieder zugänglich, die Kuppel seiner Kirche San Lorenzo verwirrt aber nicht weniger das Auge des Betrachters. Ihre Konstruktion und ihre Wirkung beruhen – wie stets beim Mathematiker-Architekten Guarini – auf exaktem Kalkül.

Chapel of Holy Shroud CupolaZu Kaffee, Schokolade oder Tee lädt während einer Pause das Caffè San Carlo ein, das durch seine klassizistische Einrichtung beeindruckt.

Den ersten Abend verbringen wir im barocken Palazzo Graneri della Roccia, in dem die Stadt, in der Nietzsche gearbeitet hatte und in der der Einaudi-Verlag gegründet wurde, einen ersten öffentlichen Lesesaal einrichtete. Im sympathischen, mit Bildnissen lokaler Künstler dekorierten Restaurant des Circolo dei Lettori bereitet das junge Team um Stefano Fanti klassisch-experimentelle Speisen zu. Wir genießen ein siebengängiges Piemonteser Degustationsmenue (im Dialekt: Menù Piemunt) und diskutieren unsere Eindrücke.

 

Freitag, 3. April

Heute fahren wir vor die Tore der Stadt.

Von Filippo Juvarra (1678 - 1736), der Guarini folgte, stammt die beherrschend auf einem Berg zur Erinnerung an eine Schlacht und die neu errungene Königswürde der Savoyer erbaute Kirche Superga (eigentlich: Basilica Natività di Maria), deren monumentales Äußeres und Inneres gleichermaßen beeindruckt. Vor der Weiterfahrt genießen wir den Fernblick auf Alpen und Apennin.

TurinPalazzoReale1Als nächstes steht der gewaltige Komplex der Venaria Reale, das Piemonteser Versailles, auf dem Programm. 1658 beauftragte Herzog Carlo Emanuele II. den Architekten Amadeo di Castellamonte mit der Errichtung dieses Lust- und Jagdschlosses vor den Toren der Stadt. Neben den historischen Räumlichkeiten und einer Installation von Peter Greenaway im Hauptschloss, der Reggia, zeigt Ihnen Frau Dr. Wünsche-Werdehausen auch die von Juvarra projektierten Stallungen und Remisen für die edlen Pferde und Prachtkarossen der Savoyer sowie die Kirche Sant'Uberto, eine der eindrucksvollsten barocken Palastkapellen Europas, für die Sankt Peter in Rom Pate stand. Im Cour d’Honneur kann man ein Wassertheater bestaunen.

In der angrenzenden Ortschaft, die zeitgleich am Reissbrett entworfen wurde, nehmen wir anschließend einen leichten Lunch.

Der Nachmittag ist dem Besuch der im Mai 2019 eröffneten Villa Cerruti in Rivoli gewidmet. Der öffentlichkeitsscheue Modezar Francesco Federico Cerruti hatte hier im Geheimen ein Refugium geschaffen, das er mit erlesenen Möbeln, Stoffen, Porzellanen, Uhren und vor allem exquisiten Gemälden und Skulpturen ausstattete. Seine Sammelleidenschaft erstreckte sich vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst, für die nur folgenden Namen stellvertretend stehen sollen: Jacopo Pontormo, Pierre-Auguste Renoir, Giorgio de Chirico, Amadeo Modigliani, Francis Bacon und Lucio Fontana.

TurinMoleA1Zurück in Turin bleibt Zeit für eigene Unternehmungen (eine Liste mit Empfehlungen und Adressen von Restaurants, Cafés, Bars, insbesondere für den berühmten Turiner Aperitivo, und Geschäften senden wir Ihnen rechtzeitig vor der Reise zu).

Alternativ zeigt Ihnen Frau Dr. Wünsche-Werdehausen versteckte Kirchen und Paläste und begleitet Sie zur Mole Antonelliana. Hier bietet sich von der Plattform, die man in einem gläsernen Aufzug erreicht, ein herrlicher Blick auf die Stadt und das Umland bis hin zu den Alpen. Die Arbeiten an dem von Alessandro Antonelli entworfenen, ursprünglich als Synagoge gedachten Gebäude kamen nach vielen Verzögerungen 1889 zum Abschluss. Wie der zeitgleich vollendete Eiffelturm für Paris steht, so wurde die Mole schnell zum Wahrzeichen Turins. Sie beherbergt heute das Museo Nazionale del Cinema, eines der faszinierendsten Filmmuseen überhaupt.

 

Samstag 4. April

TurinStupinigi1Vormittags fahren wir hinaus zum königlichen Jagdschloss Stupinigi. Die weitläufige Anlage von  Filippo Juvarra mit Festsaal, Galerien, Bibliothek, Appartements, Wirtschaftsgebäuden und ursprünglich kreisrund geplanten Park prunkt mit zahlreichen Möbeln des 18. Jahrhunderts, die zum Teil auch aus anderen Residenzen der Savoyer stammen. Berühmt ist auch das Jagdmuseum.

Mit dem Museo Egizio erwartet uns eine der bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Kunst ausserhalb Ägyptens. Es gilt als weltweit die älteste Sammlung seiner Art und wurde 2015 nach umfassenden Renovierungsarbeiten in prachtvollem neuen Rahmen wieder eröffnet. 1894 war der italienische Archäologe Erneste Schiaparelli Direktor des Museums geworden. Seine umfangreichen Funde machten das Museum damals zur zweitgrößten Sammlung ägyptischer Kunst weltweit.

Falls zeitlich möglich werfen wir auch einen Blick in den Innenhof der Universität sowie in das von Juvarra gestaltete Treppenhaus des Palazzo Madama und besichtigen die am Po gelegene Villa suburbana Castello Valentino, die auf das 16. Jahrhundert zurück geht, und den benachbarten malerischen "Borgo mediovale", eine Schöpfung aus dem Geist des 19. Jahrhunderts.

Heute Abend wird uns der Tisch im Restaurant La Smaritta in den eleganten Räumen des Palazzo Salmatoris gedeckt.

Die Bar des Grand Hotel Sitea erwartet die Nimmermüden zu einem Schlummertrunk.

 

Sonntag, 5. April

 

TurinVanDyck1Frau Dr. Wünsche-Werdehausen führt Sie ausführlich durch den barocken Königspalast, den Palazzo Reale.

Neben dem raffinierten Treppenhaus, freskierten und opulent ausgestatteten Wohngemächern, Chinesischem Salon, Waffenkammer und Prunkbibliothek studieren wir die Meisterwerke der Galleria Sabauda – darunter Gemälde von Jan van Eyck, Andrea Mantegna, Peter Paul Rubens und Anton van Dyck. Gleichermaßen instruktiv und reizvoll ist dabei eine Turinvedute, die Bernardo Bellotto 1745 schuf.

Wer noch Zeit und Lust hat nimmt mit uns noch einen gemeinsamen Lunch im Restaurant Baratti & Milano.

 

 

Reisepreis € 1.780,-

Einzelzimmerzuschlag:
im DZ Standard zur Einzelnutzung auf Anfrage
im DZ Deluxe zur Einzelnutzung auf Anfrage

 

Leistungen

  • Reise in kleinem Kreis mit max. 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorische Reisebegleitung durch Dr. Elisabeth Wünsche-Werdehausen
  • 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im ***** Gran Hotel Sitea (Doppelzimmer Deluxe) im Herzen der historischen Altstadt
  • Kaffee oder heisse Schokolade im klassizistischen Caffè San Carlo
  • Piemonteser Degustationsmenue im Restaurant des Circolo dei Lettori di Torino im Palazzo Graneri della Roccia, mit Wein, Wasser und Kaffee
  • Lunch bei der Veneria Reale, mit Wein, Wasser und Kaffee
  • Diner im Restaurant La Smaritta im Palazzo Salmatoris mit Wein, Wasser und Kaffee
  • Gemeinsame Taxifahrten (Palazzina di Stupinigi; Basilica di Superga; La Venaria Reale)
  • Gondelfahrt in den Gärten der Venaria Reale
  • Gemeinsame Eintritte / Reservierungen (Königspalast mit chinesischem Zimmer und Gemäldegalerie (Meisterwerke aus der Galleria Sabauda), Stupinigi (Schloss mit Jagdmuseum und Park), La Venaria Reale (Palast, Stallungen, Gärten und Wasserspiele), Wallfahrtskirche Superga, Museo Egizio u.a.
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

 

Gerne arrangieren wir für Sie - selbstverständlich ohne Gebühren unsererseits - An- und Abreise und buchen Ihnen einen oder mehrere Verlängerungstage im Hotel.

Für die Einreise nach Italien benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen oder höchstens seit einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

 

Prospekt zum Ausdrucken Gerne senden wir Ihnen auch einen Prospekt per Post zu.

 

zur Buchung

 

Dr. Elisabeth Wünsche-Werdehausen

Studium der Kunstgeschichte, der Klassischen Archäologie und des Städtebaus in Bonn, Wien, Mailand und Rom. Langjährige Forschungs- und Stipendienaufenthalte in Mailand, Turin, Florenz und Rom. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bibliotheca Hertziana (Max- Planck- Institut für Kunstgeschichte) in Rom und am Kunsthistorischen Institut der Universität München.
Zu Frau Dr. Wünsche-Werdehausens Forschungsschwerpunkten zählen die italienische Renaissancearchitektur, das Mäzenatentum von Fürsten und Fürstinnen im 17. und 18. Jahrhundert sowie die Kunstbeziehungen zwischen Bayern und Italien. Zahlreiche wissenschaftlichen Publikationen und kunsthistorische Veröffentlichungen, die sich auch an interessierte Laien richten.
Frau Dr. Wünsche-Werdehausen lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in München.

 

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