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Triest, mit Duino, Miramare, Aquileia und Grado

30. Mai - 2. Juni 2019

7 - 12 Teilnehmer

Ihr Mentor: Dr. Peter O. Krückmann

- noch 2 Plätze frei-

 

TriestMiramare1Die geschichtsträchtige Kulturlandschaft am nördlichsten Rand des italienischen Stiefels war im Verlauf der Jahrhunderte Heimat von Völkerwanderungsflüchtlingen wie von österreichischen Seefahrern; Patriarchen und die Habsburger bestimmten die Geschicke der Region. Nicht nur Baumeister und Künstler, sondern auch Gelehrte und Dichter wie Johann Joachim Winckelmann, Italo Suevo, Rainer Maria Rilke und James Joyce hinterließen hier ihre Spuren.

Ihr Mentor Dr. Peter O. Krückmann macht Sie zunächst mit dem faszinierenden Adriahafen Triest vertraut. In der regelmäßig angelegten Unterstadt befindet sich Ihr elegantes Hotel, im Villenviertel besichtigen Sie das Museo Revoltella, in der Oberstadt besuchen Sie die Kathedrale San Giusto und genießen den herrlichen Blick auf Stadt und Meer.

Ein unvergesslicher Tagesausflug führt zur Lagunenstadt Grado, nach Aquilea mit seinen weltberühmten frühchristlichen Mosaiken und zum malerisch auf einem Felsvorsprung liegenden Schloss Duino, wo Rilke seine erste Elegie verfasste.
Das direkt am Meer gelegene leuchtend weiße Schloss Miramare wird von Triest aus mit dem Boot angesteuert.

Was Meer und Berge (mare e monti) kulinarisch zu bieten haben, erfahren Sie in ausgewählten Restaurants, wo Sie auch Ihre Erfahrungen im Gespräch vertiefen können. Mit einem guten Wein aus der Region können Sie Mark Twain hochleben lassen, der im Gästebuch von Schloss Duino als sein Lieblingsgetränk angab: „Pure water, adulterated with Scotch whisky“.

 

 

Reiseprogramm

Donnerstag, 30. Mai

Im **** Hotel Savoia Excelsior Palace erwarten Sie Ihre Zimmer mit Blick über den Golf von Triest. Das monumentale Belle-Époque-Gebäude galt bei seiner Eröffnung als das luxuriöseste Hotel der Habsburger Monarchie. Heute verfügt es über ein Fitnesscenter, die Bar Le Rive und das Restaurant Savoy.

TriestBorgoTeresiano1

 

Am Nachmittag erwartet Sie Dr. Krückmann im Hotelfoyer, und Sie brechen zu einem ersten Rundgang auf. Über die 1870 angelegte Piazza dell’Unità d’Italia gelangen Sie in den Borgo Teresiano – ein frühes Beispiel moderner Städteplanung. Nach der Erhebung Triests zum Freihafen im Jahre 1719 ließ Kaiserin Maria Theresia ab der Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Gebiet der ehemaligen Salinen vor den Toren der Stadt ein neues Hafen- und Handelsviertel errichten, von dem heute noch zahlreiche Paläste am Canal Grande zeugen. Point de vue am Ende dieser zentralen Wasserstraße ist die klassizistische, an das römische Pantheon gemahnende Fassade der Kirche Sant’Antonio Nuovo.

Zum Abendessen geht es mit Taxis hinauf in die Hügel oberhalb von Triest zur gemütlichen Antica Trattoria Suban. Die auf der Speisekarte angebotenen Fleischgerichte wie Gulasch, Fegato alla Veneziana und Pastizzada illustrieren die historische enge Verbundenheit mit Österreich-Ungarn und gleichzeitig die geographische Lage zwischen Venedig und Istrien / Dalmatien.

 

Freitag, 31. Mai

TriestDuino1Heute fahren wir entlang der k.u.k. Riviera zum Kastell von Duino. Die prachtvolle Anlage am Meer mit weitläufigem Park, reich ausgestatteten Prunkräumen und der Palladianischen Treppe befindet sich im Besitz eines Familienmitglieds der Thurn und Taxis (Principe Carlo della Torre e Tasso, Duca di Duino). Der Palast war im 19. und frühen 20. Jahrhundert von zahlreichen Gästen besucht worden, darunter Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph, Johann Strauß, Franz Liszt, Victor Hugo, Eleonora Duse und Mark Twain. Rainer Maria Rilke entwarf hier seine Duineser Elegien.

In Grado fanden die Menschen im 5. Jahrhundert Zuflucht vor den heranstürmenden Westgoten und Hunnen. Dr. Krückmann macht uns mit der besonderen Situation des Ortes „zwischen Land und Meer“ vertraut und führt durch die große Basilika Sant’Eufemia samt Domschatz und Baptisterium

Aquileia - Basilica - Riposo Giona e scene di pesca (esposizione 33)Der einst blühende Patriarchensitz Aquileia, seit 1998 UNESCO Weltkulturerbe, besitzt eine Fülle römischer Überreste und altchristlicher Kultanlagen. Wir konzentrieren uns auf die Architektur und Ausstattung des mächtigen Doms, vor allem auf das erst vor etwa 100 Jahren freigelegte, fast 700 Quadratmeter bedeckende Fußbodenmosaik mit faszinierenden Ornamenten, Tierdarstellungen und alttestamentarischen Szenen, darunter die Legende von Jonas, der vom Wal verschlungen und wieder ausgespien wurde – eine Präfiguration von Tod und Auferstehung Christi.  

 

Samstag, 1. Juni

Morgens steht die hoch über der Unterstadt thronende Kathedrale San Giusto im Mittelpunkt der Besichtigungen. Hier befand sich ehemals das römische Kapitol. Dr. Krückmann erläutert die komplexe Baugeschichte und zeigt die Höhepunkte der Ausstattung, darunter das gewaltige, um 1200 entstandene Apsismosaik.

Unterhalb des Aussichtspunktes vor der Kathedrale befindet sich der Orto Lapidario, ein auf dem Grund eines alten Friedhofs angelegter idyllischer Garten mit Grabmonumenten und -kapellen – darunter der von Antonio Bosa gestaltete Kenotaph für den 1768 in Triest ermordeten Johann Joachim Winckelmann.

Castello di miramare, biblioteca 02Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot nach Miramare. Das Schloss wurde ab 1856 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, den jüngeren Bruder Kaiser Franz Josephs I., als Residenz erbaut, der 1864 als Kaiser Maximilian I. nach Mexiko ging, wo er 1867 exekutiert wurde. Lage und Außenarchitektur sind höchst beeindruckend, der Garten wurde sehr schön angelegt. Die opulent gestalteten, noch mit vielen originalen Möbeln, Gemälden und Skulpturen versehenen Interieurs vermitteln den Geist jener Zeit.

Abends ist für uns der Tisch im dem Hotel benachbarten Gourmet-Fischrestaurant Al Bagatto gedeckt (Degustationsmenue mit Weinbegleitung).

 

Sonntag, 2. Juni

Natale Schiavoni (Odalisque)Ein kurzer Gang entlang der Riva führt uns zum Museo Revoltella / Galleria d’Arte Moderna. Baron Pasquale Revoltella, Vizepräsident der Suezkanalgesellschaft und Bauherr des beeindruckenden Palazzos im Stil der Neorenaissance (vom Berliner Architekten Friedrich Hitzig), hatte vor allem Künstler des 19. Jahrhunderts gesammelt. Nach seinem Tod 1869 wurden aus dem Stiftungsvermögen regelmäßig weitere Ankäufe getätigt, schließlich auch angrenzende Palazzi dazu erworben (hier war der Architekt Carlo Scarpa beteiligt). Im Museum zeigt Dr. Krückmann u.a. Werke von Francesco Hayez, Giuseppe De Nittis, Giorgio de Chirico, Mario Sironi, Giorgio Morandi und Emilio Vedova.

Für ein letztes Beieinander lockt das Antico Caffè San Marco, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1914 Treffpunkt der Literaten und Wissenschaftler in Triest war.

 

Reisepreis € 1.620,-

Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage

 

Leistungen

  • Reise in kleinem Kreis mit 7 – 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorische Begleitung Dr. Peter O. Krückmann
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück im **** Hotel Savoia Excelsior Palace an der Riva del Mandracchio (Doppelzimmer mit Meerblick)
  • Kaffee im Antico Caffè San Marco
  • Degustationsmenue mit Weinbegleitung im Fischrestaurant Al Bagatto
  • Cena in der Antica Trattoria Suban oberhalb von Triest, mit Wein, Wasser, Kaffee
  • Exkursion mit privatem Van nach Aquileia, Grado und Schloss Duino
  • Bootstour zum Schloss Miramare
  • Alle gemeinsamen Taxifahrten
  • Alle gemeinsamen Eintritte; Reservierungen
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

GradMiramar2Gerne sind wir Ihnen bei der Planung der Anreise behilflich oder buchen für Sie eine oder mehrere Verlängerungsnächte im Hotel.

Für die Einreise nach Italien benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen oder höchstens seit einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

 

Gerne senden wir Ihnen einen Prospekt per Post zu.

 

Zur Buchung

 

Dr. Peter O. Krückmann

Studium und Stipendien in Freiburg, Florenz, Wien und Venedig.
Bei der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (bis 2018) zeichnete Dr. Krückmann als Museumsdirektor u.a. verantwortlich für deren Gemäldesammlungen und das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, das 2012 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunst des 18. bis 21. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt von Dr. Krückmanns Interesse stehen Auftraggeber wie Wilhelmine von Preußen und Ludwig I. von Bayern, Schlossarchitektur und -Ausstattung mit Blick auf das höfische Zeremoniell sowie italienische Maler wie Giambattista Tiepolo, zu dem er die Ausstellung „Himmel auf Erden“ in der Würzburger Residenz kuratierte.
Für seine Verdienste um die italienische Kunst wurde er zum Cavaliere della Repubblica (Ritter der Italienischen Republik) ernannt.
Dr. Krückmann lebt mit seiner Familie in der Nähe von München.

 

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