PortoTitel1

Frühling in Porto

26. - 29. März 2020

7 - 12 Teilnehmer

Ihr Mentor: Prof. Dr. Sergiusz Michalski

 

Blauer Himmel, strahlendes Licht, mit blauweissen Azulejos verkleidete Fassaden und fröhlich-bunte, mit Fässern beladene Boote, die gemächlich auf dem Douro zum nahen offenen Atlantik ziehen - mit diesen Bildern verbindet man Porto, das historische Zentrum des Portweinhandels.

PortoTram1Aber die Altstadt von Porto, die ebenso wie das sie umgebende milde Douro-Tal von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, macht nicht alleine den Charme dieses oft vergessenen Landstrichs am äußersten westlichen Rand von Europa aus. Porto, die im 18. Jahrhundert durch den Handel mit Portwein reich gewordene, vom Einfluss britischer Handelsherren geprägte Hafenstadt, ist ein Ort der Gegensätze. Hier finden sich mittelalterliche Kirchen, denen im Barock ein üppiges Gewand übergeworfen wurde, neben Relikten britischer Baukunst, wie dem 1916 durch den Architekten Barry Parker entworfenen neoklassizistischen Rathaus, und aussergewöhnlichen Zeugnissen zeitgenössischer Architektur, wie der Casa de Música des Niederländers Rem Koolhaas. Ausgelassene Lebensfreude, die sich den köstlichen Gaumenfreuden der heimischen Küche widerspiegelt, steht Seite an Seite mit einer tiefen Religiosität, von der die zahlreichen prächtigen Kirchen Zeugnis ablegen.

An einem Tag werden wir die Feitoria Inglesa (Factory House), den privaten Club der britische Portweinhändler in Porto, besuchen. Untergebracht in einem palladianischen Bau aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, legt diese ehrwürdige Einrichtung Zeugnis ab von der über 600jährigen Geschichte des Anglo-Portugiesischen Portweinhandels. Der Club ist heute noch Schauplatz regelmäßiger formeller Diners und Bälle.

 

 

Reiseprogramm

 

Donnerstag, 26. März

Portugal-Porto-Café Majestic-P1180287 (25798629401)Sie wohnen im  ***** Pestana Vintage Porto in Zimmern mit Blick auf den Fluss Douro, das Portweinviertel Vila Nova de Gaia und dem spektakulären Ponte Dom Luís I, einer 1886 von einem Schüler Gustave Eiffels entworfene Eisenkonstruktion. Der Hotelkomplex ist in sechs historischen Häusern am Flussufer untergebracht, die von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen wurden.

Am Nachmittag erwartet Sie Prof. Michalski im Hotel. Gemeinsam fahren wir zum Coliseum, einem wunderbaren Art Deco & Bauhaus Theater (1939-41) und anschließend in das Café Majestic in der quirligen Einkaufsstraße Rua de Santa Catarina, wo Sie das Programm der kommenden Tage besprechen. 1926 nach Plänen des portugiesischen Architekten João Queiroz errichtet und 1994 nach langer Restaurierung im alten Glanz wiedereröffnet, zählt das verschwenderisch ausgestattete Traditionskaffeehaus zu den prachtvollsten Jugendstilbauten Portos. An einem der Tische soll J.K. Rowling Anfang der 1990er Jahre die ersten Kapitel von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ skizziert haben.

PortoBento1

Vorbei an der blau-weiß gekachelten, barocken Fassade der Kirche Santo Ildefonso und dem berühmten, 1916 eröffneten Bahnhof São Bento, von dem wir am Samstag im historischen Zug nach Braga aufbrechen werden, gelangen wir zur , der romanischen Kathedrale von Porto, einen durch die Jahrhunderte veränderter Bau mit schwerem barockem Silbertabernakel und schönem, idyllischem Kreuzgang.

Mit dem River-Taxi überqueren wir den Fluss. Im Viertel Vila Nova da Gaia haben sich die Portweinhändler dicht an dicht niedergelassen. Bei Croft erwartet uns eine Führung durch die Kellerei und eine Portweinprobe.

Nach einer kurzen Pause im Hotel lassen wir unseren Gaumen von Cristóvão im benachbarten ODE Porto Wine House, einem rustikalen, versteckten Geheimtip mit slow-food-Köstlichkeiten aus der portugiesischen Küche verwöhnen.

 

PortoDomLuis1Freitag, 27. März

Den heutigen Tag beginnen wir mit einer knapp einstündigen Flusskreuzfahrt, die uns unter den sechs Brücken Portos hindurch die Stadt vom Wasser aus erkunden lässt.

Im Anschluss setzten wir unseren Weg fort, vorbei an der Casa do Infante  zur Kirche São Francisco, einem im Kern gotischen Bau, der im Barock verschwenderisch mit Schnitzwerk, Stuck und Vergoldungen ausgestattet wurde und als üppigste Barockkirche Portugals gelten kann. Auf dem Grund des zugehörigen Franziskanerklosters setzte sich die Portuenser Kaufmannschaft im frühen 19. Jahrhundert mit dem Bau des Palácio da Bolsa (des Börsenpalstes) selbstbewusst ein Denkmal. Der klassizistische Bau überspannt mit einer opulenten Kuppel aus Eisen und Glas den ehemaligen Kreuzgang des Klosters und birgt verschiedene Repräsentationsräume, darunter den beeindruckenden Maurischen Saal.

Nach einer Mittagspause geht es mit dem Taxi weiter zum Wahrzeichen Portos, dem barocken Turm der Igreja dos Clerigos, einem intimen Hauptwerk des toskanischen Malers und Architekten Nicolau Nasoni, den wir bereits gestern durch spätere Ergänzungen der Kathedralausstattung kennengelernt haben und der das Bild des barocken Portos durch zahlreiche Bauten prägte.

Die Praça Cordoaria wird von drei sehr interessanten Bauten bestimmt: dem ehemaligen Gerichts- und Gefängnisgebäude (um 1765) das jetzt das Photographiemuseum beherbergt, Salazars Justizgebäude im Mussolinistil mit Einflüssen französischer Architektur der 1930-er Jahre und das britische Antonius-Hospital von John Carr (1770).

Nach einer kurzen Ruhepause finden wir in der Rua dos Carmelitas hinter einer neogotischen, englisch anmutenden Fassade die faszinierende Buchhandlung Lello & Irmão (auch mit einer gut sortierten deutschen Abteilung) – ein beeindruckendes Jugendstilinterieur, das zu den schönsten Europas zählt.  Auch bei Lello & Irmão nimmt man für sich in Anspruch, J. K. Rowling, die während ihres Porto-Aufenthaltes die Buchhandlung häufig besuchte, habe sich durch die Atmosphäre des Ladens zu Ihren Harry Potter-Bänden inspirieren lassen.

PortoLello1NEUGleich nebenan finden sich zwei weitere Einkaufsraritäten: das A Vida Portuguesa mit längst verloren geglaubten Kleinigkeiten aus dem alltäglichen Leben des alten Portugal, sowie Camões & Moreira, einer der letzten traditionellen Stoffläden mit einer enormen Auswahl wunderbarer Tuchwaren.

Wir lassen den Tag auf der Praca Liberdade mit einem Blick auf die zentrale repräsentative Avenida dos Alliados und das Rathaus des Briten Barry Barker (1916) ausklingen.

 

Samstag, 28. März

Nach einem späteren Frühstück machen wir uns heute auf den Weg in die Bischofsstadt Braga. Wir reisen mit dem Zug vom nahen Bahnhof São Bento, dem Meisterwerk des portugiesischen Künstlers Jorge Colaço, der den 1915 auf dem Terrain eines ehemaligen Nonnenklosters errichteten Bau mit über 20.000 Kacheln, den sogenannten Azulejos, ausstatten ließ.

 

PortoBragaBomJesus1

Nach einer knappen Stunde erreichen wir Braga, deren über dreißig Kirchen ihr den Namen „Rom Portugals“ verliehen.

Zuerst erwartet uns mit Santa Maria Magdalena die wohl schönste Rokokokirche Portugals. Vorbei an der neobarocken Wallfahrtskirche Sameiro fahren zur einmaligen Anlage der Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte. Zu erreichen über eine doppelläufige, figuren-geschmückte Freitreppe mit 14 Wallfahrtstationen oder über die 1882 eröffnete Stand-seilbahn, die als die älteste funktionstüchtige Wasserballastbahn der Welt gilt, bietet sich von oben ein prachtvoller Blick.

In Braga machen wir eine späte Mittagspause im Jugendstilcafé Brasileira.

Die pittoreske Altstadt von Braga schlendern wir vorbei am Stadtschloss, dem Erzbischöf-lichen Palast, dem Rathaus, dem Palaçio dos Biscainhos und dem mit prachtvollen

Alzulejos geschmückten Palaçio do Rai. André Soares hinterließ hier den bedeutenden Bau der Kongregations-kirche. Ein Besuch der Kathedrale mit ihrem grandiosen Orgelprospekt rundet den Tag ab.

Am letzten gemeinsamen Abend der Reise statten wir dem 1933 eröffneten Café Restaurante Guarany an der prachtvollen Praça da Liberdade einen Besuch ab und speisen zu Klaviermusik im Jugendstilambiente unter den großformatiigen Amazonas-Bildern von Graça Morais.

 

Sonntag, 29. März

Heute Morgen fahren wir mit der Zahnradbahn hinauf auf den imposanten Ponte Dom Luis I, den wir zu Fuß überqueren, um die phantastische Aussicht auf die Stadt zu genießen. Mit Gondeln fahren wir hinunter nach Vila Nova de Gaia und besuchen den herrlichen Garten der Portweinkellerei Taylor (mit Portweinprobe).

Über die weitläufige Parkanlage von Jacques Gréber der Fundação Serralves (mit Skulpturen von Claes Oldenburg) sowie die 2005 eröffnete exzentrische Casa Musica vom Rem Koolhaas erreichen wir wieder das Hotel.

Bereits mit dem bestmöglichen Aperitif versehen, lässt, wer noch Zeit und Lust hat, mit uns die Reise in einem der kleinen Restaurants am Douro-Ufer ausklingen.

 

Reisepreis 1.780,- (im Vintage Room mit Flussblick)

Einzelzimmerzuschlag
im Doppelzimmer Classic mit Stadtblick zur Einzelnutzung € 60,-
im Doppelzimmer Vintage mit Flussblick zur Einzelnutzung € 440,-

 

Leistungen

  • Reise in kleinem Kreis mit 7 - 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorische Reisebegleitung durch Prof. Dr. Sergiusz Michalski
  • 3 Übernachtungen im ***** Pestana Vintage Porto mit Frühstückbuffet (Zimmer mit Flussblick)
  • Kaffee oder Tee mit Gebäck im historischen Café Majestic
  • Abendessen im ODE Porto Winehouse, mit Wein, Wasser, Kaffee
  • Abendessen im Art Deco Restaurant Guarany, mit Wein Wasser, Kaffee
  • Besuch der Feitoria Inglesa, des privaten Clubs der britischen Portweinhändler (by special arrangement)
  • Besuch mit Führung und Weinverkostung bei Croft in Vila Nova de Gaia
  • Fahrt mit der historischen Funicolare dos Guidais
  • Zugfahrt Porto - Braga - Porto
  • Flusskreuzfahrt "Six Bridges"
  • Alle gemeinsamen Fahrten mit Taxi, Tram und Rivertaxi
  • Alle gemeinsamen Eintritte; Sondergenehmigungen und Reservierungen
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

PortoSandeman1Gerne arrangieren wir für Sie - selbstverständlich ohne Gebühren unsererseits - An- und Abreise oder buchen eine Verlängerungsnacht im Hotel.
Für die Einreise nach Portugal benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

 

Gerne senden wir Ihnen auch einen Prospekt per Post zu.

 

zur Buchung

 

Prof. Dr. Sergiusz Michalski

PortoMowe1American Robert College in Istanbul, Studium der Kunstgeschichte und Promotion in Warschau bei Jan Białostocki, Habilitation in Frankfurt am Main. Nach Professuren in Thorn und Braunschweig lehrt Prof. Michalski an der Universität Tübingen. Der vielsprachige Forscher ist Mitglied mehrerer Akademien und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Kunst des 15. bis 20. Jahrhunderts vorgelegt, u.a. zum Bildersturm, der Kunst um 1600 in Prag und Augsburg, zur Kunst des Ostseeraums, zur französischen Malerei und Kunsttheorie des 18. Jahrhunderts, zur Geschichte öffentlicher Monumente im 19. und 20. Jahrhundert und zur Malerei der Neuen Sachlichkeit.
Prof. Michalski lebt mit seiner Familie in Tübingen.

↑ nach oben ↑

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok