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Moskau

14. - 17. Februar 2019

7 - 12 Teilnehmer

Ihr Mentor: Prof. Dr. Sergiusz Michalski

 

MoskauKreml1Von den Palästen und Kathedralen, die italienische Renaissancebaumeister am Roten Platz und innerhalb der Kremlmauern schufen bis hin zu stalinistischen und zeitgenössischen Hochhäusern – Moskau wartet mit einer unglaublichen Fülle monumentaler Architekturen auf, die jeden Besucher in ihren Bann schlagen.

Prof. Michalski führt Sie durch das Labyrinth des Kremls mit seinen unzähligen Bauten und Bereichen, durch die Sammlungen des Puschkin-Museums, zu den Hauptwerken russischer Malerei in der Tretjakow-Galerie und in die elegante Jugendstilvilla Rjabuschinski (mit Gorki-Museum). Einige der überbordend dekorierten U-Bahnhöfe stehen ebenfalls auf dem Besichtigungsprogramm.

Sie logieren nahe des Roten Platzes im Hotel Metropol und speisen im legendären Café Puschkin und im Literaturhaus. Gerne besorgen wir Karten für eine Aufführung im Bolschoj-Theater.

 

Reiseprogramm

 

Donnerstag, 14. Februar

Moscow 05-2017 img36 Hotel MetropolIn Moskau sind für Sie Räume im ***** Metropol nahe des Roten Platzes reserviert.
Das 1905 eröffnete Haus gegenüber dem Bolschoitheater blickt auf eine lange Geschichte zurück. Noch unter zaristischer Herrschaft von dem russischen Kaufmann Sawwa Mamontow in Auftrag gegeben und unter Leitung des britischen Architekten William Walcot vollendet, wurde es 1917 von den Bolschewiken übernommen und diente Lenin als Kanzel für verschiedene Reden (vgl. hierzu auch den 100 Jahre später erschienenen Roman von Amor Towels: Ein Gentleman in Moskau, List, 2017).
Zahlreiche historische Persönlichkeiten wie der berühmte Sänger Fjodor Schaljapin (nach dem heute die Bar benannt ist), George Bernard Shaw, der als überzeugter Anhänger des Sozialismus Moskau besuchte, Marlene Dietrich und Bertolt Brecht zählten zu den Gästen. Hier wurden in wenigen Tagen in Zimmer 2217 die erste sowjetische Verfassung geschrieben und von Mao Zedong und Stalin im „Roten Saal“ das sowjetisch-chinesische Bündnis unterzeichnet.

Die zaristische Ausstattung der frühen Jahre hat sich weitgehend erhalten. 2012 wurde das Haus von einem russischen Unternehmen teuer ersteigert und gelangte unter erfahrene Schweizer Leitung. Berühmt ist das Hotel heute für seine prachtvolle Halle mit Glaskuppel, in der das vielleicht üppigste Frühstücksbuffet Moskaus serviert wird.

Вид на Исторический музей в сторону Красной площади

Am späten Nachmittag erwartet Sie Prof. Michalski im Hotel. Ein erster abendlicher Spaziergang führt uns auf den Roten Platz mit Basilius- Kathedrale, Lenin-Mausoleum, Auferstehungstor, Kaufhaus GUM und den Roten Mauern des Kremls.

Am Abend ist für uns der Tisch im Zentralny Dom Literatorow (Haus der Literaten) gedeckt. In holzvertäfelten Räumen traf sich einst eine Freimaurerloge und wurden verschiedene Szenen von „Krieg und Frieden“ gedreht. Bei ausgezeichenter russischer Küche besprechen wir die Pläne für die nächsten Tage.

 

Freitag, 15. Februar, und Samstag, 16. Februar

In diesen beiden Tagen stehen folgende Besichtigungen auf dem Programm:

Orlow (Diamant)- Der Kreml war von Anbeginn an politisches, militärisches und religöses Zentrum Russlands. Ursprünglich eine Holzburg, wurde in der Frührenaissance das weitläufige Areal von den heute noch erhaltenen roten Mauern umschlossen. Italienische Baumeister errichteten Paläste und Kathedralen. Prof. Michalski zeigt uns u.a.: Lustschloss, Arsenal, Senat, Glockenturm, Patriarchenpalast und Zwölf-Apostel-Kirche, Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale, Terem-Palast, Facetten-Palast, Verkündigung-Kathedrale, Erzengel-Kathedrale und Kreml-Palast. Rüstkammer und der auf Peter d.Gr. zurückgehende Diamantenfonds mit der großen Zarenkrone und dem Zepter mit dem Orlow-Diamanten präsentieren die Schätze des zaristischen Weltreiches.

- Das Puschkinmuseum für Bildende Künste, eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, birgt europäische Malerei vom Mittelalter über Botticelli, Cranach, Rembrandt, Rubens, Goya bis zu Monet und Cezanne. Der von Heinrich Schliemann in Troja entdeckte Schatz des Priamos war nach 1945 von den Sowjets von Berlin nach Moskau überführt worden.

Repin tretyakov- Russische Malerei des 18. bis 20. Jahrhunderts wird uns von Prof. Michalski in der Tretjakow Galerie nahe gebracht. Der in mehreren Phasen entstandene beeindruckende  Wohn- und Sammlungsbau des Textilkaufmanns Pawel Tretjakow beherbergt neben ausgezeichneten Ikonen (u.a. von Andrej Rubljow), Gemälde russischer Meister wie Ilja Repin, Iwan Schischkin, Iwan Kramskoy und Wassili Surikow.

- Die prunkvollen stalinistischen Metrostationen (ab 1935) sowie die stalinistischen Monumentalbauten an der Twerskaja ulitsa, die Lomonossow Universität, das Hotel Ukraine oder das Wohnhaus am Kudrinskaja-Platz (bis 1953) gingen als „Stalins Zuckerbäckerbauten oder Kathedralen“ in die Architekturgeschichte ein und hatten Vorbildfunktion für zahlreiche öffentliche Bauten des Ostblocks.

Moscow Gum c13Zeit bleibt auch für einen individuellen Bummel: Ende des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche kleinere Handelshäuser zum berühmten Kaufhaus GUM am Roten Platz gegenüber dem Lenin-Mausoleum zusammengefasst. Direkt daneben findet sich die in den 1990er Jahren rekonstruierte Kasaner Kathedrale aus den 1540er Jahren. Zur selben Zeit ließ Boris Jelzin auch die monumentale Christi-Erlöser-Kathedrale wiederaufbauen. Die von Ferdinand von Einem gegründet Schokoladenfabrik wurde von den Bolschewiken enteignet und in Krasnyi Oktjabr (Roter Oktober) umbenannt. Das Industriedenkmal ist heute ein Kulturzentrum.

Kafe Puschkin Moscow 2015Am Samstag Abend speisen wir im Café Puschkin. 1964 beschrieb Gilbert Bécaud in seinem Lied „Natalie“ seinen Wunsch mit seiner Angebeteten bei heißer Schokolade und Schneetreiben vor den Fenstern im Café Puschkin zu sitzen. Tatsächlich existierte dieses Café nur in der Phantasie Bécauds und nachdem zahlreiche Besucher Moskaus diesen romantischen Ort aufsuchen wollten, wurde das Café endlich 1999 durch den Gastronomen Andrey Dellos in einem Bau aus dem 18. Jahhrundert an der Twerskoj Boulevard im Beisein von Gilbert Bécuad, der noch einmal „Natalie“ sang, eröffnet. Im Apothekersaal, dem Kaminzimmer und dem Bibliothekssaal  wird raffinierte russische Küche serviert.

 

Sonntag, 14. Februar

Moscow. Ryabushinsky House. Interiors. Main stairs - 002Vorbei an den Stalin-Häusern fahren wir in die Jugendstilvilla Rjabuschinski, die heute das Gorki-Museum beherbergt. Die prachtvolle Jugendstilvilla zählt zu den wenigen original erhalten Bauten der Zeit. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Fjodor Schechtel für den Bankier und Fabrikanten Stepan Rjabuschinskij errichtet und 1931 von Stalin Maxim Gorki geschenkt, der den Stil des Hauses jedoch nicht besonders schätzte. Seine Nachfahren wandelten einen Teil der Räume im Andenken an den Dichter zum Museum um und bewahrten den besonderen Charakter des Hauses. Neben der einer Welle nachempfundenen Treppenanlage mit einer Quallenlampe kann man heute das Arbeit- und Wohnräume Gorkis sowie seine Bibliothek besichtigen.

Wer noch Zeit und Lust hat lässt die Reise mit uns bei einem leichten Lunch in der Nähe des Hotels ausklingen.

 

Reisepreis € 1.680,- 

Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage

 

Leistungen

  • Reise in kleinem Kreis mit 7 – 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorische Reisebegleitung Prof. Dr. Sergiusz Michalski
  • 3 ÜF im ***** Hotel Metropol nahe des Roten Platzes
  • Diner im historischen Café Puschkin, mit Wein, Wasser, Kaffee
  • Diner im Zentralny Dom Literatorow (Lieteraturhaus), mit Wein Wasser, Kaffee
  • Alle gemeinsamen Taxifahrten
  • Alle gemeinsamen Eintritte; Reservierungen, Sondergenehmigungen
  • Hotel-Voucher zur Beantragung des Visums (vgl. weiter unten)
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

Museo pushkin, calchi, sala dell'antica roma 2Auf Wunsch arrangieren wir für Sie An- und Abreise, buchen Ihnen einen Verlängerungstag im Hotel, reservieren einen Tisch für Freitag Abend oder besorgen nach Ihren Wünschen Karten für Ballett, Oper oder Konzert. Sobald das Programm des Bolschoi-Theaters bekannt ist, werden wir Sie über den Spielplan informieren.

Für die Einreise nach Russland benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen noch mindesten sechs Monate nach dem Ausreisedatum aus Russland gültigen Reisepass. Für die Ausstellung des Visums benötigen Sie einen Hotel-Voucher, den Sie von uns erhalten, und eine für Russland gültige Krankenversicherungsbestätigung. Gerne sind wir Ihnen bei der Beantragung des Visums behilflich.

Details zur Beantragung des Visums finden Sie unter:

www.vhs-germany.com

 

Gerne senden wir Ihnen einen Prospekt per Post zu.

 

zur Buchung

 

Reading. Sergey Alexandrovich of Russia by K.Lemoch (1886, ESPO collection)Prof. Dr. Sergiusz Michalski

American Robert College in Istanbul, Studium der Kunstgeschichte und Promotion in Warschau bei Jan Białostocki, Habilitation in Frankfurt am Main. Nach Professuren in Thorn und Braunschweig lehrt Prof. Michalski an der Universität Tübingen.

Der vielsprachige Forscher ist Mitglied mehrerer Akademien und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Kunst des 15. bis 20. Jahrhunderts vorgelegt, u.a. zum Bildersturm, der Kunst um 1600 in Prag und Augsburg, zur Kunst des Ostseeraums, zur französischen Malerei und Kunsttheorie des 18. Jahrhunderts, zur Geschichte öffentlicher Monumente im 19. und 20. Jahrhundert und zur Malerei der Neuen Sachlichkeit.

Prof. Michalski lebt mit seiner Familie in Tübingen.

 

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