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Königsstädte Marokko: Rabat, Meknès, Fès, Marrakesch

22. - 28. März 2020

7 - 12 Teilnehmer

Ihr Mentor: Prof. Dr. Thomas Raff

 

MarrakeschStraßenszeneZusammen mit dem Archäologen und Kunsthistoriker Prof. Dr. Thomas Raff reisen Sie von Casablanca aus zunächst über kurze Distanzen mit einem privaten Van und dann im Flugzeug zu den vier Hauptstädten großer Dynastien Marokkos, darunter fünf Weltkulturerbestätten der UNESCO.
Im Angesicht faszinierender Landschaften, Bauten und Kunstwerke wird Ihnen Ihr Mentor die wechselvolle Geschichte des Landes vermitteln.

 

Hotels:

22. - 23. März: Casablanca
***** Kenzi Tower Hotel in einem der Zwillingstürme von Casablanca, Deluxe Sky Room mit prachtvollem Blick über das Meer, den Hafen, die Hassan-II.-Moschee und die Stadt

23. - 25. März: Fes
***** Fes Marriott Hotel Jnan Palace im modernen Viertel von Fès, Deluxe Zimmer mit Gartenblick

25. - 28. März: Marrakesch
***** Es Saadi Marrakesch Resort Hotel in Hivernage vor den Toren der Altstadt, Doppelzimmer Poolblick

FesBabBouJeloud1Wir beginnen unsere Reise in Casablanca und beenden sie in Marrakesch.
Ein Inlandsflug von Fes nach Marrakesch (1 Stunde Flugzeit) ist in der Reise inkludiert.

 

Programm

 

Sonntag, 22. März

In Casablanca erwarten Sie Ihre Räume im Kenzi Tower Hotel.

 

Montag, 23. März

Während einer Fahrt mit Prof. Raff lernen wir Casablanca kennen. In der Hafenstadt finden sich traditonelle maurische neben Bauten aus der französischen Kolonialzeit und zeitgenössischer Architektur. Bombastisch ist die 1993 fertiggestellte Hassan-II.-Moschee, eines der größten muslimischen Gotteshäuser der Welt.

 

Kasbah des Oudaias P1060348

 

Anschließend reisen wir entlang der Atlantikküste weiter nach Rabat (1 Stunde Fahrzeit), der jüngsten der Königsstädte und heutigen Hauptstadt des Landes. Bemerkenswert ist die über 5 km lange mittelalterliche Stadtmauer; die Moschee Jana al Atiq, der älteste Bau innerhalb der Kasbah Des Oudaïas stammt aus der selben Zeit. Die Ville Nouvelle ist von prachtvollen Art-Deco-Bauten aus der französischen Kolonialzeit und dem Hassan Turm, dem Wahrzeichen Rabats, geprägt. Die Chellah, die von einer Lehmmauer umgebene Nekropole der Meriniden, wurde im 13. Jahrhundert auf römischen Fundamenten errichtet. Ihr Besuch war lange Zeit nur gläubigen Muslimen vorbehalten.

El vendedor de babuchas, en La Medina, Fez. - panoramioAm späteren Nachmittag (2 Stunden Fahrzeit) erreichen wir Fes, wo wir die nächsten beiden Nächte im Hotel Marriott Jnan Palace wohnen werden.
Die Wurzeln von Fès als wichtige Station der Karawanenstraßen, Königsstadt und Hort der islamischen Wissenschaft reichen bis ins frühe 9. Jh. zurück. Zwei große Einwanderungswellen aus Andalusien und Tunesien trugen zum raschen Erblühen der Stadt bei, wovon die Kairaouine-Moschee, das Mausoleum Idris II., die Medersa Bou Inania sowie das jüdische Viertel (Mellah) Zeugnis ablegen.

Nach einem ersten Rundgang erwartet uns im Dar Ziryab exquisite marokkanische Küche.

 

Dienstag, 24. März

Im 17. Jahrhundert machten die Alawiden Meknès (1 Stunde Fahrt von Fes) zur Hauptstadt. Prof. Raff wird Ihnen hier das besonders prächtige Stadttor Bab el Mansour, die Fontaine Nejjarine, das grüne Minarett der Großen Moschee und das Mausoleum von Moulay Ismail zeigen.

 

Img02511CapitolMitStörchen


Nach einer Mittagspause fahren wir weiter zu den Ausgrabungsstätten von Volubilis (45 Minuten Fahrt). In der römischen Provinzstadt, seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe, haben sich noch eine Reihe von Gebäuden partiell erhalten, so das Kapitol, die Basilika und der Caracalla-Triumphbogen. In mehreren Wohnhäusern sind noch schöne Mosaike zu finden. Vom Kapitol bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die umliegende Berglandschaft und die heilige Stadt Moulay Idriss.

Nach der Rückkehr (1,5 Stunden Fahrzeit) bleibt noch Zeit für einen weiteren Rundgang in Fes.

 

Mittwoch, 25. März

Wir nutzen noch den Morgen in Fes für weitere Besichtigungen, bevor wir gegen Mittag über das Atlasgebirge nach Marrakesch weiterfliegen (1 Stunde Flugzeit).

MarrakeschWasserverkäufer1Nach dem Check-In und einer Pause im Es Saadi Marrakesch Resort Hotel besuchen wir zuerst die berühmte Place Djemâa el Fna. Auf der einstigen Richtstätte ("Versammlung der Gehenkten") geben sich heute Feuerschlucker, Wasserverkäufer, Schlangenbeschwörer, Henna-Malerinnen, Musikanten, Akrobaten, Wunderheiler, Märchenerzähler und Wahrsager ein Stelldichein und warten nur darauf, Besuchern ihre Dienste anzubieten oder gegen ein Trinkgeld fotografiert zu werden.

Zusammen mit Ihrem Mentor besuchen Sie die in der Nachbarschaft beginnenden Souks, den größten zusammenhängenden Basar in ganz Marokko. Dieses Areal war nie als reiner Markt für Einheimische und Händler des näheren Umlands gedacht, sondern diente als Treffpunkt von Zentralafrikanern und Spaniern, wo Edelmetalle, Elfenbein, Leder, aber auch Sklaven verkauft wurden.

 

Sweet moroccan honey biscuits in the Souks of Marrakech

 

Elias Canetti, der Marrakesch 1954 besuchte, sann hier über das Nebeneinander von handwerklicher Fertigung und orientalischem Verkaufsritual nach, beide gleichermaßen lautstark und langwierig: In einer Gesellschaft, die so viel Verborgenes hat, die das Innere ihrer Häuser, Gestalt und Gesicht ihrer Frauen und selbst ihre Gotteshäuser vor Fremden eifersüchtig verbirgt, ist diese gesteigerte Offenheit dessen, was erzeugt und verkauft wird, doppelt anziehend. ("Die Stimmen von Marrakesch", Hanser 1968)

Abends speisen wir im renommierten Restaurant Le Foudouk. Es befindet sich in einer historischen Karawanseri (Funduq), ehemals Herberge und Lagerhaus für reisende Kaufleute und ihr Gefolge. Zu den klassischen Gerichten zählen die gehaltvolle Fastensuppe Harira, Couscous aux sept legumes, Tahjia (bis zu vier Stunden lang zusammen mit eingelegtem Obst und Gewürzen gegartes Lammfleisch), Gemüsepasteten und vielfältige Süßspeisen.

 

Donnerstag, 26. März, und Freitag, 27. März

MarrakeschSaadiergraeber1Bereits im späten 11. Jh. entwickelte sich Marrakesch als wirtschaftliches und politisches Zentrum.
An diesen beiden Tagen wird Sie Prof. Raff intensiv mit folgenden Sehenswürdigkeiten vertraut machen:

Saadier-Gräber

Die Alawiden wollten das Andenken an die vor ihrer Herrschaft regierenden Saadier auslöschen und befahlen die Versiegelung dieser legendären Nekropole, die erst 1917 offiziell wiederentdeckt wurde. Sehr suggestiv wirkt besonders das Arrangement der Sarkophage von Ahmed El Mansour ("dem Goldenen") und seinen Familienangehörigen in der prachtvollen "Halle der zwölf Säulen".

El Badii-Palast

Die monumentale Anlage mit Höfen, Gärten und Wasserbassins (1578-1608) wurde unter den Alawiden geplündert und als Steinbruch genutzt. 
Die Ruinen werden von den als heilige Tiere verehrten Störchen bevölkert. In einem Raum ist der Minbar ausgestellt, eine ehemals in der Koutoubia-Moschee installierte, 1139 in Cordoba geschnitzte Kanzel. Dies schärft den Blick für den Kunstransfer in der islamischen Welt und insbesondere für die Beziehungen zum maurischen Spanien.

MarrakeschBahia1Koutubia Moschee

Das 1196 vollendete Minarett gilt als Wahrzeichen Marrakeschs. Es stand nicht nur Pate für den Hassan-Turm in Rabat, sondern auch für die Giralda in Sevilla. 

Bab Agnaou

Eines der schönsten historischen Tore in den roten, turmbewehrten Mauern Marrakeschs

Bahia-Palast

Suggestiver Monumentalbau, im 19. Jahrundert für die Lieblingsfrau des mächtigen Großwesirs Ba Ahmed Ben Moussa errichtet

Jardin Majorelle und Musée Berbère

Der französische Künstler Jacques Majorelle öffnete 1947 die Tore seines außerordentlichen Gartens, der 1980 in den Besitz von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé überging. Hier finden sich Pflanzen aus aller Welt, darunter Bougainvilla, Seerosen, Bambus und vor allem Kakteen aller Gestalt und Größe, dazwischen auffällig blaue Brunnen und Architekturen (deshalb auch "Majorelle bleu"). Das neu eingerichtete Musée Berbère vermittelt instruktiv die Geschichter der Berber in Marokko.

Musée Yves Saint Laurent

MarrakeschYSL1Vermächtnis von Pierre Bergé an den genialen Modemacher. In dem an den Majorelle-Garten angrenzenden Komplex, der im Oktober 2017 eröffnet wurde, finden sich u.a. Originalroben, Arbeitsskizzen, Aquarelle in Kartengröße (die YSL an Freunde versandte), Fotos (die YSLs Arbeiten für Film und Bühne dokumentieren), eine Bibliothek und ein Auditorium.

An diesen beiden Tagen genießen Sie auch die französische Cuisine im Grand Café de la Poste und das berühmte Eis mit Ingwer und Datteln am Gartenpavillon des La Mamounia.

 

Samstag, 28. März

Vor dem Rückflug bleibt noch Zeit für einen letzten Bummel durch die Medina.

 

 

MCMarrakeschKamele1Reisepreis € 2.180,-

Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage

  • Reise in kleinem Kreis mit 7 - 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorisch-archäologische Reisebegleitung Prof. Dr. Thomas Raff
  • 1 Übernachtung mit Frühstück im ***** Hotel Kenzi Tower in Casablanca
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im ***** Hotel Marriott Jnan Palace in Fès
  • 3 Übernachtungen mit Frühstück im ***** Es Saadi Marrakesch Resort Hotel in Hivernage in fußläufiger Entfernung zur Medina von Marrakesch
  • Abendessen im Restaurant des Dar Ziryab in Fès, mit unalkoholischen Getränken
  • Abendessen im Restaurant Le Foundouk, mit Wein, Wasser, Kaffee
  • Abendessen im Grand Café de la Poste in Marrakesch, mit Wein, Wasser, Kaffee
  • Eis im Garten des La Mamounia in Marrakesch
  • Flug Fès – Marrakesch
  • Privater Van für die Fahrten Casablanca – Rabat – Fès, Fès – Meknès – Volubilis – Fès
  • Alle Eintritte; Reservierungen, Sondergenehmigungen
  • Alle gemeinsamen Taxifahrten
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung); neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

 

MarrakeschGewürze1Für die Einreise nach Marokko benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen mindesten noch sechs Monate gültigen Reisepass / vorläufigen Reisepass.
Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

 

 

Gerne senden wir Ihnen einen Prospekt per Post zu.

 

zur Buchung

 

Prof. Dr. Thomas Raff

Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Europäischen Ethnologie in München. Nach mehrjährigen Stipendienaufenthalten und Beschäftigungen in Rom (Bibliotheca Hertziana) und München (Zentralinstitut für Kunstgeschichte) Lehrtätigkeit und Habilitation an der Universität Augsburg. Vorsitzender des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins.
Der weitgereiste Dozent, Ausstellungskurator und Autor befaßt sich mit einer Vielzahl kunsthistorischer und literarischer Themen von der Antike bis zur Gegenwart. Zuletzt hat er u.a. publiziert zu mittelalterlichen Radleuchtern, zum plastischen Werk von Franz von Stuck, zum Briefverkehr zwischen Alfred Kubin und Th. Th. Heine und zum Stand des Kunsthandwerks im digitalen Zeitalter.
Prof. Raff lebt mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt München und in Dießen am Ammersee.

 

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